Presseberichte aus dem Schuljahr 2009 / 2010

 

 

 

 

Alle auf dieser Seite stehenden Presseberichte stammen von den Westfälischen Nachrichten!

Quelle: www.westfaelische-nachrichten.de (Lokalteil: Kreis Steinfurt - Lengerich)

  


 

Theater mit Hintergedanken

 
Lengerich - „Nein, wir wollen hier nicht über aufständische Schüler berichten“, heißt es in einer Mitteilung der Grundschule Hohne, die damit die Blicke in den Osten der Stadt lenken möchte. Denn zum Schuljahresende erlebte eine Gruppe von Schülern und Schülerinnen der Grundschule einen Unterricht der besonderen Art: unter der Anleitung zweier Schauspielerinnen durften die Mädchen und Jungen eine ganze Woche Theater spielen.


Ermöglicht hat das nach Angaben der Schule die Stiftung Bildung, Kunst und Kultur in Lengerich. Die habe Gelder mit der Auflage bereitgestellt, diese für Sprachförderung zu verwenden.

So war seinerzeit die Idee entstanden, einmal etwas Neues auszuprobieren und das wurde in Hohne schon zum zweiten Mal umgesetzt. Sprache lasse sich ganz wunderbar üben, wenn man in andere Rollen schlüpfe. Wenn man mit Wörtern und Sätzen spiele. Wenn man sich eine Geschichte ausdenke und erzähle. Und natürlich auch, wenn man gemeinsam mit anderen etwas auf die Beinen stelle.

Nicht die Vorstellung am Ende sollte das Ziel sein, sondern der Weg dorthin, schreibt die Schule. Dabei überzeugte das Gesamtprojekt mit einem guten pädagogischen Konzept, das die Fantasie in Bewegung brachte, Spielfreude weckte und Sprechbarrieren abbaute.

So bevölkerten nicht nur gefährliche Bären und gemeine kleine Fliegen mit riesigen Augen den Wald in der Hohner Turnhalle, sondern gleich zwei Räuberbanden trieben dort ihr Unwesen. Die kleinen Schauspieler hatten ganze Arbeit geleistet und erzählten und spielten eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft.

Es verstehe sich von selbst, dass es am Ende des Projekts eine Vorstellung gab. Und am Ende jede Menge wohlverdienten Applaus! Der gelte auch der Stiftung, die laut Schule diese tolle Erfahrung erst ermöglicht habe.

 
19 · 07 · 10

 

http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/lengerich/1355739_theater_mit_hintergedanken.html


Neue Bücher und neue Regeln

 
Lengerich - Ein Blick aus dem Fenster verrät es, der Sommer ist da - nur leider noch keine Ferien. Aber es dauert nicht mehr lange, dann gibt es sechs Wochen Ferien und damit viel Freizeit. Schon zum vierten Mal lädt die Stadtbücherei in Zusammenarbeit mit den Lengericher Schulen zum Sommerleseclub ein.

Alle Schüler der Lengericher Schulen können daran teilnehmen. Ebenso Schüler, die auswärtige Schulen besuchen und in Lengerich wohnen. Mädchen und Jungen, die im nächsten Schuljahr die Jahrgangsstufe 5 besuchen oder eine höhere Klasse, nehmen am Sommerleseclub teil. Für die Grundschüler wird der Juniorleseclub angeboten, heißt es in einer Mitteilung der Stadtbücherei.

 Ziel beziehungsweise Vorgabe für die Teilnehmer ist es, während der Ferienzeit mindestens drei Bücher zu lesen. Dafür gibt es in der Stadtbücherei einen ausgewählten Buchbestand, der durch einen SLC-2010-Aufkleber gekennzeichnet ist (SLC wie Sommer-Lese-Club). Nach der Ausleihe haben die Leseratten eine Woche Zeit, das ausgewählte Buch zu lesen.

Was den Sommerleseclub ausmacht, zeigt sich bei der Rückgabe des Buches. Dann werden die Mädchen und Jungen zum Inhalt der Geschichte gefragt. Dabei stellt sich schnell heraus, ob das Buch wirklich gelesen oder möglicherweise nur durchgeblättert worden ist. Passen die Angaben, gibt es einen Eintrags ins Logbuch, das jeder Sommerleseclub-Teilnehmer erhält. Termine für die Gespräche gibt´s in der Bücherei.

Eigentlich ist also alles wie in den vergangenen Jahren - aber es gibt eine bedeutende Änderung: Nach den Ferien wurden sonst bei der Abschlussparty die „Viel-Leser“ (also die, die ganz viele Bücher gelesen haben) mit kleinen Sachpreisen belohnt.

In diesem Jahr ist das anders. Die Zahl der gelesenen Bücher ist nicht ausschlaggebend, um einen Sachpreis zu erhalten. Vielmehr bekommen alle erfolgreichen Teilnehmer mit mindestens drei Logbuch-Einträgen eine Quiz-Karte. Dann muss nur noch das richtige Lösungswort gefunden werden. Jede richtig ausgefüllte Karte nimmt an einer Verlosung teil.

 
07 · 07 · 10

 

http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/lengerich/1348865_Neue_Buecher_und_neue_Regeln.html

 


 

Ein zauberhafter Morgen

 
Lengerich - „Hereinspaziert, meine Damen und Herren, hereinspaziert!“, schallte es am Samstagmorgen über den Schulhof der Grundschule Hohne. Am Samstagmorgen? Da befindet sich das Schulgelände normalerweise im Wochenend-Ruhezustand. Jetzt hatte da ein Zirkusdirektor seine Zelte aufgeschlagen.

Genau das war passiert. Der Zirkus Paletti der Klasse 4a der Grundschule Hohne gab sich anlässlich des Tages der Offenen Tür die Ehre und präsentierte eine fulminante Eröffnungsvorstellung. Über eine halbe Stunde lang zeigten die jungen Artisten, was sie in den vergangenen Wochen erarbeitet hatten.

 Elegantes auf dem Einrad, Eindrucksvolles beim Jonglieren, Teuflisches mit dem Diabolo und den Salto Mortale Finale auf dem Trampolin. Das Publikum belohnte jede Nummer mit tosendem Applaus, heißt es in einem Bericht der Schule.

Nachdem die Begeisterungsstürme verebbt waren, erkundeten die zahlreichen Besucher das Schulgelände und ließen sich von den vielen tollen Lernangeboten überraschen, die die Kinder und Lehrerinnen vorbereitet hatten. Ging es doch darum zu zeigen, wie vielfältig und spannend Lernen an der Grundschule Hohne ist.

An diesem Tag hieß es „Neugier wird belohnt“. Mütter und Väter, Geschwister und Großeltern, Tanten und Onkel und alle anderen Interessierten flanierten durch die Schule und schauten, wie in den Klassenräumen mit Herz und Kopf, Hand und Fuß, Stift und Computer, mit Spaß und Freude gearbeitet wurde. So mancher Erwachsene drückte nach langer Zeit mal wieder die Schulbank, denn viele Besucher folgten den Einladungen und nahmen aktiv an den Lernangeboten teil.

Aus der Küche zogen derweil köstliche Düfte durch das Gebäude, in den Werkstätten wurde gehämmert und gesägt, aus den Sprachunterrichtsräumen waren kosmopolitische Gesprächsfetzen zu hören, Gitarrenklänge und himmlische Gesänge lockten die Besucher durch die Flure: überall wurde geschäftig und fröhlich gearbeitet.

Die Grundschule Hohne kooperiert mit einer ganzen Reihe von außerschulischen Partnern unter anderem in den Bereichen Musik, Tanz und Sport, die an diesem Tag ihre Arbeit vorstellten.

Wer eine Pause brauchte, der wurde ganz vortrefflich am reichhaltigen Büfett des Fördervereins versorgt. Dort gab es dank der großzügigen Spenden der Eltern nicht nur Kaffee, Kuchen und Herzhaftes, sondern auch eine große Auswahl an internationalen Köstlichkeiten. Da fiel so manchem die Auswahl schwer. Nach einem gemeinsamen musikalischen Abschluss sind viele noch eine ganze Weile zu Kaffee und Klön geblieben. Das könne nur Gutes bedeuten, schreibt die Schule in ihrem Bericht.

 
15 · 06 · 10

 

http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/lengerich/1337678_Ein_zauberhafter_Morgen.html

 


 

Schule ohne Bücher und Hefte

Lengerich - Schule ohne Mathebuch? Ohne Lesebuch und Englischheft? Gibts das? Ja, das gibts!


An der Grundschule Hohne und dann auch gleich noch für drei ganze Tage! Am Anfang der Woche brummte das Gelände der Grundschule Hohne vor lauter Aktivität und Geschäftigkeit. „Sicher im Straßenverkehr“ lautete das Motto der Projekttage und da gab es natürlich viel auszuprobieren, zu tüfteln und zu lernen, heißt es in einem Bericht der Schule. Über 30 Themen aus den Bereichen Gefahren-Prävention, Wahrnehmung, Technik und Praxis standen zur Auswahl und da war für jeden etwas dabei!

Nicht nur die Lehrerinnen hatten sich so spannende Sachen wie „Flotte Flitzer“, „Rollbrett Fantastico“, „die Schilderdedektive“ „oder einen Fahrrad-Parcours ausgedacht. Eine ganze Reihe von außerschulischen Partnern hatte sich bereit gefunden und das Projekt mit Rat und Tat unterstützt.

Hausmeister Ralf Aufderhaar und der Vertreter einer Fachfirma übten mit den Kindern das Flicken kaputter Fahrradreifen. Die Polizei baute auf dem Schulhof einen Fahrradparcours auf und trainierte mit den Schülern sicheres Fahrradfahren. Außerdem wurde der sichere Schulweg mit den frisch aufgemalten „gelben“ Füßen geübt.

Die Schulbusfirma nahm die Schüler mit auf eine kleine lehrreiche Busspritztour und demonstrierte eindrucksvoll, was mit einem Apfel geschieht, der unter einen Bus gerät. Da wird in Zukunft an der Bushaltestelle respektvoll und ordentlich Abstand gehalten, soviel ist klar, schreibt die Schule.

Erneut waren viele Eltern mit von der Partie und unterstützten engagiert und gut gelaunt diese so ganz und gar nicht langweilige Version von Unterricht.

Überhaupt langweilig fanden es auch die Mädchen und Jungen. Nicht im Klassenzimmer sitzen? Super! Draußen auf dem Einrad das Gleichgewicht halten? Super! Auf Inlinern über den Schulhof flitzen (und Bremsen, Stoppen und sicheres Fallen üben)? Super!

Bunt zusammengewürfelt zogen die Schüler in altersgemischten Gruppen von Aktivität zu Aktivität, lernten andere Kinder kennen und schlossen neue Freundschaften. Richtig Super!

Dafür können Bücher und Hefte mal Zuhause bleiben!

 
13 · 05 · 10

 

http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/lengerich/1319233_Schule_ohne_Buecher_und_Hefte.html


 

Tisch ist reich gedeckt

Lengerich - „Uns liegt die gesunde Ernährung der Kinder sehr am Herzen. Wird sind daher zur Selbsthilfe geschritten“. Gisela Marstatt-Stieneker, stellvertretende Leiterin der Grundschule Hohne ist bekannt für ihr Engagement. Zusammen mit dem Kollegium hat sie es jetzt geschafft, Gelder aus dem EU-Programm zu bekommen. Seit Mitte April gibt es nun Schulobst. „Ganz lecker“, berichten Jessy, HLiane, Sandra, Justin und Maximillian.

Seither schälen, schnibbeln und schneiden Mütter für alle acht Klassen Obst und Gemüse. Gestern waren es Möhren und Birnen. „Das Angebot wechselt ständig“, berichtet Anja Mundus, die verantwortlich als Mutter die Vorbereitung in die Hand genommen hat. „Wir waren erfreut über die Resonanz aus der Elternschaft, mitzumachen“, erzählt die stellvertretenden Schulleiterin.

 

 Sie war zunächst sehr skeptisch, denn trotz vielfacher Unterrichts- und Elterngespräche sei für den Pausen-Snack zu wenig Obst und Gemüse mitgebracht worden. Auch in der Ganztagsschule seien die Eltern nur zögernd oder nicht bereit gewesen, für eine kleine gesunde Nachmittagsmahlzeit Geld auszugeben. „Beim Wassergeld war es ähnlich, aber da haben wir ja mittlerweile mit dem gewonnenen Trinx-Wasserautomaten das Problem gelöst“, schildert Gisela Marstatt-Stieneker.

Daraufhin habe die Schule Ende Januar das Gesundheitskonzept aktualisiert und die Bewerbung eingereicht. „Vor den Osterferien kam der Zuschlag. Über ein Jahr lang steht uns jetzt Schulobst zu, was uns riesig freut“, strahlt Marstatt-Stieneker.

Sieben bis acht Mütter bereiten das Obst und Gemüse, das aus Everswinkel geliefert wird, zur Frühstückspause vor.  100 Gramm steht jedem Kind täglich zu. Zwei Sorten gibt es in der Regel zur Auswahl pro Tag. Spätestens nach zwei Tagen wechselt das Angebot.

„Ein fester Obst- und Gemüsedienst aus jeder Klasse holt die Dosen aus dem Kühlschrank und bringt sie mittags wieder zurück. „Sind Reste da, können die Ganztagskinder diese nachmittags verzehren“, berichtet Anja Mundus. Zudem holt die Schule in der Widum eine entsprechende Ration ab.

„Die Vielfalt ist groß und jahreszeitlich immer wieder anders. Auch regionale Früchte wird es geben, wenn die Natur so weit ist“, schildert Mundus weiter. Bislang gab es Gurken, Möhren, Tomaten, Äpfel, Birnen, Kohlrabi, Bananen, Orangen und Zucchini. „Jetzt freuen wir uns schon auf Erdbeeren“, bemerkt Anja Mundus.

Schmeckt´s den Kindern? „Und wie. Unsere Dose war bislang immer leer“, erzählt Maximilian ganz stolz, der gestern mit Jessy, Liane, Sandra und Justin die Ration für die Klasse 2 b abholte. „Das begeistert uns natürlich auch, zumal wir in Lengerich die einzige Schule mit Schulobst sind“, lächelt Gisela Marstatt-Stieneker. 

 

VON DETLEF DOWIDAT, LENGERICH

 
06 · 05 · 10

http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/lengerich/1315944_Tisch_ist_reich_gedeckt.html


Mit gelben Füßen sicher zur Schule

  

Haben am Wochenende die gelben Zwerge einen Rundlauf um die Grundschule Hohne gemacht? Sind kleine Außerirdische rund um die Schule unterwegs gewesen? Am Montagmorgen standen die Schüler der Grundschule Hohne vor einem Rätsel: welches Geheimnis verbarg sich hinter den vielen kleinen gelben Zauberfüßen rund um das Schulgebäude?

 

Nun, erstaunte Gesichter machten auch die Nachbarn, als am vergangenen Samstag einige Eltern und Lehrerinnen unter Anleitung von Hausmeister Ralf Aufderhaar mit Farbeimer und Pinseln ausgerüstet um das Schulgelände zogen. Abwechselnd wurden auf Wegen und Straßen jeweils ein rechter und ein linker Fuß mit gelber Markierungsfarbe aufgemalt. Diese kleinen Füße führen zu einer sicheren Überquerungsstelle am Schulweg. Dort zeigen dann zwei nebeneinander stehende Füße an: "Achtung! Stehenbleiben! Nach rechts und links schauen und die Straße hier überqueren!" So wird ein sicherer Weg markiert, der direkt zum Schulgebäude führt.

 

Bekannt ist diese Maßnahme  der "Gelben Füße" vor allem aus Niedersachsen, wo oft auf diese Weise rund um die Grundschulen der sicherste Schulweg markiert ist.

 

Die Grundschule Hohne hatte sich lange Gedanken darüber gemacht, wie der Schulweg angesichts der verkehrsreichen Umgebung sicherer werden kann und war dann auf diese schöne Idee gestoßen. Die Stadt, der Kreis und nicht zuletzt der 'Schulpolizeihauptmeister' Ullmann waren schnell ins Boot geholt und unterstützten die Aktion. Auch die Nachbarn reagierten interessiert und wohlwollend auf die "Zauberfüße" vor ihrer Haustür.

 

Und die Schüler und Schülerinnen? Nachdem das Rätsel gelöst war, zeigten die sich sehr angetan und froh, dass ihr Schulweg sicherer geworden ist. Allerdings, die Entschuldigung "Hab den Weg nicht gefunden" gilt nun fürs Zuspätkommen nicht mehr!

 

Mütter zaubern gelbe Füße auf den Bürgersteig

 

 

26.04.2010

 

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An einem Strang ziehen

 
Lengerich - Die Schultüren sind verschlossen. Mädchen und Jungen versammeln sich auf dem Schulhof. Am Eingang zur offenen Ganztagseinrichtung stehen die Lehrerinnen mit gelben Luftballons und Regenschirmen Spalier. „Was ist hier nur los“, staunen die Schülerinnen und Schüler. Händels Feuerwehrmusik erklingt. Die Kinder dürfen durch das Spalier eintreten. Sie lassen die Ballons in den Himmel steigen. Als Zeichen dafür, dass eine neue Zeitrechnung gestern an der Grundschule Hohne begonnen hat.


„Wir arbeiten ab heute mit neuen Regeln und Ritualen, damit mehr Zeit für Unterricht bleibt und weniger Störfaktoren anfallen“, schildert Gisela Marstatt-Stienecker, die stellvertretende Schulleiterin. Kinder und Lehrerinnen hätten sich auf einen neuen gemeinsamen Weg begeben. „Es geht uns um ein Miteinander, das von sozialem und störungsfreiem Lernen geprägt ist. Dieses Konzept gibt es derzeit in Lengerich nur an der Grundschule in Hohne“, berichtet Marstatt-Stienecker.

Die Initialzündung für die neue Aktion gab ein Fortbildungsseminar mit Thomas Grüner zum Thema „An einem Strang ziehen“, an dem das Kollegium der Grundschule Hohne vor den Osterferien teilgenommen hat. „Wir sind uns als Lehrerinnen einig, dass mit den ganz klaren Regeln, die der Referent vorgestellt hat, viel erreicht werden kann. Dazu gehört natürlich auch, dass die Eltern mitziehen. Die sind informiert worden“, erklärt die stellvertretende Schulleiterin.

Gehandelt wird nach den Menschenrechten: Keine Beleidigungen, keine Gewalt, Eigentum achten. Aufgestellt worden sind fünf Regeln. Die Stopp-Regel bedeutet für alle: Ich achte das Recht auf störungsfreien Unterricht. Gesten und Zeichensprache, störende Geräusche und Gegenstände weiterreichen sind verpönt.

Die Benimm-Regel gibt vor, das jeder Schüler vor dem Unterricht Jacke, Mütze und Sporttasche an der Garderobe unterbringt, in den Pausen auf die Toilette geht und auch nur in den Pausen isst und trinkt und dass sich während des Unterrichts nur Arbeitsmaterial auf dem Tisch befindet.

Bei der Arbeitsregel wird das störungsfreie Arbeiten über eine überschaubare Zeit durch einheitliche Start- und Schlusszeichen deutlich gemacht. Die Hausaufgabenregel besagt, dass jeder Schüler täglich seine vollständigen Hausaufgaben mitbringen muss. Bei der Ruheregel darf nur nach Erlaubnis geredet werden.

„Mit den vereinbarten Regeln sind auch Belohnungen verbunden“, bemerkt Gisela Marstatt-Stienecker. Jedes Kind bekomme bei Einhaltung der Vorgaben Stempel. Nach entsprechender Anzahl gibt es Joker. Die können in Belohnungen umgewandelt werden. „Da dürfen sich die Kinder dann etwas aussuchen, was sie sich ganz persönlich wünschen“, so die stellvertretende Schulleiterin.

Die Nichteinhaltung der Regeln zieht weniger Stempel und damit auch weniger Joker nach sich. Zudem gibt es eine Klassenbelohnung für die Regel, die von allen Schülerinnen und Schülern am schwierigsten einzuhalten ist.

„Wir binden die Eltern bewusst mit ein. Wenn Kinder Schwierigkeiten haben mit bestimmten Regeln, wird das abgesprochen“, berichtet Marstatt-Stienecker. Unterm Strich hofft sie, dass Kinder wie Eltern lernen, nicht sofort allen Bedürfnissen nachzugeben.

 
21 · 04 · 10

 

VON DETLEF DOWIDAT, LENGERICH

http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/lengerich/1307518_An_einem_Strang_ziehen.html


Bewegung macht Spaß

Lengerich - Es war nicht zu übersehen: Die Mädchen und Jungen der Ganztagsgrundschule in Hohne hatten Spaß mit den neuen Spielgeräten. Bei herrlichem Sonnenschein flitzten sie mit Go-Carts, Balance-Bike, Rollern und Einrädern über den Schulhof. Fasziniert schauten Spender und Pädagoginnen zu. „Wir möchten damit die Bemühungen unterstützen, Kinder nachmittags einer sinnvollen Beschäftigung zuzuführen“, bemerkt Michael Hanke.

Er ist Sales Manager der Firma Berg Toys mit Sitz in Wicherum in den Niederlanden, nahe der Stadt Ede. Die hat sich spezialisiert auf mobile Spielzeuge für den Grundschulbereich. „Es ist wichtig, dass sich die Kinder bewegen und nach draußen kommen, weg vom Fernseher“, schildert Achim Glörfeld, Vorstand der Stadtsparkasse. Die hat aus Mittel der Sparkassen-Lotterie die Geräte im Wert von 2500 Euro angeschafft. „Damit wollen wir die Bemühungen der Ganztagseinrichtung unterstützen“, so Glörfeld.

„Das ist eine ganz tolle Sache, über die wir uns riesig freuen. Und den Kindern machen die Fahrzeuge Spaß“, bemerkte Rita Harmel, stellvertretende Leiterin der Hohner Ganztagsgrundschule. Über die Firma Tenberg in Brochterbeck sind zwei Go-Carts, ein Balance-Bike, zwei Roller, zwei mobile Bagger und zwei Einräder geliefert worden. „Eine sinnvolle Anschaffung“, schildert Firmenvertreter Manfred Ertelt, der zusammen mit Thomas Tenberg den Kindern die nicht immer einfache Nutzung der Geräte erläuterte.

Michael Hanke hatte eine zusätzliche Überraschung parat. Er schenkte der Grundschule Hohne eine große Kiste mit einem Konzept-Spielzeug. „Damit lassen sich aus Holz, Gummi und Metall nach eigenen Ideen Fahrzeuge bauen“, erklärte Hanke. „Das ist ein pädagogisch hochwertiges Spielzeug, dass wir gerne nutzen werden“, freuten sich die Lehrerinnen Gisela Marstatt-Stienecker und Bianca Aufderhaar. Währenddessen schwangen sich wieder einige Mädchen und Jungen auf die neuen Gefährten und drehten voller Freude rasante Runden über den Schulhof.

 

VON DETLEF DOWIDAT, LENGERICH

14 · 04 · 10

 
http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/lengerich/1303474_Bewegung_macht_Spass.html 

 


 

Grundschule Hohne will künftig auch Energie sparen

Lengerich - Für die Grundschule Hohne sind demnächst Klimaschutz, Energie- und Wassersparen sowie Abfallentsorgung wichtige Themen im Schulalltag und im Unterricht, denn sie nimmt am Energie-Einsparprojekt „Sei ein Fuchs, spar` Lux-, Energieeinsparung durch geändertes Nutzerverhalten an Lengericher Schulen“ teil.

Schon seit langem ist das Interesse der Schülerinnen und Schüler am Thema Energiesparen groß. So verfolgen interessierte Schüler regelmäßig die Energieverbräuche bei Strom und Heizung. Zukünftig können die Kinder ihr eigenes energiesparendes Verhalten nicht nur an den gemeinsam registrierten Daten erkennen, sondern werden auch im Rahmen des Energiesparprojektes belohnt.

Mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen Schule und Stadt beteiligt sich die Grundschule an der Zielsetzung, natürliche Ressourcen zum Erhalt der Umwelt zu schonen, das Klima zu schützen und gleichzeitig den städtischen Haushalt zu entlasten. Den aufmerksamen Kindern winkt ein besonderer Anreiz, denn mit ihren Bemühungen zur Energie- und Wassereinsparung sowie ihren vielfältigen Aktivitäten im Unterricht und im Schulalltag können sie eine Bonussumme von maximal 800 Euro erhalten, heißt es dazu in einer Mitteilung der Stadtverwaltung Lengerich

Das Energieeinsparprojekt der Stadt existiert bereits seit sechs Jahren. Jährlich sparen die beteiligten Schulen durchschnittlich zehn bis zwölf Prozent Energie ein. Sechs weitere Schulen beteiligen sich: Grundschule Stadt, Grundschule Stadtfeldmark, Astrid-Lindgren-Schule, Friedrich-von-Bodelschwingh-Realschule, Gutenberg-Schule und Dietrich-Bonhoeffer-Realschule. Das Projekt wird mit Mitteln des Öko-Sponsorings von mehreren Firmen aus Lengerich unterstützt.

 
15 · 03 · 10
 

http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/lengerich/1287904_Grundschule_Hohne_will_kuenftig_auch_Energie_sparen.html


 

Das ist Musik drin

Lengerich - Zwei von 23 Kindern in ihrer Klasse, die ein Instrument lernen. Gisela Marstatt-Stienecker ist das zu wenig. Doch was tun? „Jetzt sind es acht Kinder“, lacht sie. Die Zusammenarbeit mit der Musikschule hat das möglich gemacht. Unterstützt von der Stadtsparkasse und dem Förderverein der Grundschule Hohne, an der sie unterrichtet.

Ursula Wiethaup bringt in einer Arbeitsgruppe den Mädchen und Jungen die ersten Griffe an der Gitarre bei. Diese Grundausbildung kommt gut an - bei der Lehrerin der Musikschule ebenso wie bei ihren Eleven. Für Achim Glörfeld und Max Mews, die Vorstände des Geldinstituts, haben die Kinder gerne in die Saiten gegriffen.

 „Ohne Unterstützung wäre das alles nicht möglich gewesen“, berichtet Gisela Marstatt-Stienecker. Schließlich müssen sich die Eltern verpflichten, für das Instrument und dessen Pflege gerade zu stehen. Eine Gitarre kaufen wäre die Alternative. Doch den Klangkörper mit dem langen Hals gibt´s nicht „für `nen Appel und ´n Ei“, wie man im Tecklenburger Land so sagt.

Anders sieht es bei den Melodikas aus. Die sind in der Anschaffung wesentlich günstiger, so dass von den Förderern lediglich zwei der Blasinstrumente mit Tasten finanziert werden mussten.

Der Anfang ist gemacht. Jetzt hoffen alle Beteiligten, dass sich noch mehr Kinder für das Erlernen eines Instruments begeistern. Gitarre und Melodica sind zwei Möglichkeiten dazu.

 

von MICHAEL BAAR

 

 
11 · 03 · 10

http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/lengerich/1285242_Das_ist_Musik_drin.html

 


 

 

Sieger sind sie alle

Lengerich - Richtig rund ging es am vergangenen Wochenende wieder in der Dreifach-Sporthalle in Lengerich. Dort veranstaltete die Jugendfußball-Abteilung des SC Preußen Lengerich unter der Leitung von Jörg Kötterheinrich zum sechsten Mal das „Lengericher Grundschulturnier”. Vier Jahrgänge, sechs Schulen, 43 Mannschaften und ca. 350 Kinder waren die Eckdaten zu diesem Turnier.

Der besondere Reiz dieser Veranstaltung liegt darin, dass hier die Kinder ohne Ergebniszwang mit ihren Freunden und Freundinnen, quer durch alle Nationalitäten frei aufspielen können, denn es wird kein Turniersieger ausgespielt. „Die Kinder waren an beiden Tagen voll bei der Sache. Das hat richtig Spaß gemacht“, meinte Jörg Kötterheinrich, der nicht nur für die Preußen Werbung machte, sondern ebenfalls darauf hinwies, das man auch bei Grün-Weiß Lengerich das Fußball spielen erlernen kann. Am Ende gab es für jedes Kind eine Medaille und ein Mannschaftsfoto für den Klassenraum.

 Neben den Schülern von den Lengericher Grundschulen (Intrup, Stadtfeldmark, Hohne, Stadt und Astrid-Lindgren-Schule) nahmen zum wiederholten Male auch Schüler aus der „Schule in der Widum” teil.

Los ging es am Samstag Morgen mit den Drittklässlern. Es war interessant anzusehen, wie die zukünftigen Fußballstars dem Ball hinterher rannten. Wie die Kinder sich nach nur einem Jahr fußballerisch weiterentwickeln, zeigte am Nachmittag das Turnier der Viertklässler. Hier waren schon einige sehenswerte Spielzüge und klasse Torwartparaden zu sehen. Am Sonntag ging es vormittags mit den Erstklässlern und nachmittags mit den Zweitklässlern weiter.

Dass dieses Turnier so beliebt ist, zeigt die Tatsache, dass die Halle am Sonntag Nachmittag bei den 2. Klassen mehr als gut gefüllt war. In diesem Jahr spielten auch die ersten und zweiten Klassen auf einem Spielfeld und nicht, wie in den letzten Jahren auf zwei Kleinfeldern. Dadurch konnten die anwesenden Fans, ihre Mannschaft deutlich besser anfeuern.

Auch in den Grundschulen kommt dieses Turnier sehr gut an. „Hier bekommt man die Gelegenheit, auf einer nicht schulischen Veranstaltung, mit den Eltern in Kontakt zu treten!“ war eine der positiven Äußerung. Das dieses Turnier auch bei den Kindern ganz hoch im Kurs steht, kann man nicht nur an den konstanten hohen Anmeldezahlen sehen, sondern auch daran, das die Kinder ab Januar nach den Anmeldezetteln fragen.

In diesem Jahr waren wieder sehr viele Mädchen begeistert mit dabei, in den zweiten Klassen waren es sogar 30 Prozent. Hier hofft die Jugendabteilung, dass diese große Resonanz sich auf ihre Mädchenmannschaft auswirkt. Seit dem Grundschulturnier 2008 bauen die Preußen eine Mädchenmannschaft auf. Durch die verteilten Flyer wurden die interessierten Fußballerinnen zum Schnuppertraining eingeladen. Zur Zeit trainiert die Mannschaft von Trainerin Nicole Altmann freitags von 18:30 bis 20 Uhr in der Zweifachhalle an der katholischen Kirche. Alle Mädchen zwischen sechs und 14 Jahren sind dazu eingeladen.

Dass das Grundschulturnier so erfolgreich ist, liegt auch an den vielen fleißigen Helferinnen und Helfern, die zwei Tage lang unermüdlich im Einsatz waren. Wie im vergangenen Jahr bietet die Jugendabteilung der Preußen wieder einen Bilderservice vom Grundschulturnier an. Falls jemand Interesse an diesen Bildern hat, möge er sich mit Jörg Kötterheinrich von SC. Preußen Lengerich in Verbindung setzen.

 

 

 
04 · 03 · 10
 

http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokalsport/kreis_steinfurt/lengerich/1281745_Sieger_sind_sie_alle.html


„Die Kunst der Grenzziehung“

Lengerich - Grenzen zu setzen ist eine der wichtigsten erzieherischen Aufgaben, denn Kinder und Jugendliche wollen wissen, wie weit sie gehen können. Grenzen geben ein Gefühl der Sicherheit und Orientierung. Kinder und Jugendliche brauchen Erwachsene, die durch Regeln und Rituale, Halt und Geborgenheit vermitteln. Sie müssen wissen, was von ihnen erwartet wird und was erlaubt ist und was nicht. Davon ist Thomas Grüner überzeugt.

Am Montag, 8. März, wird er um 20 Uhr in der Aula der Bodelschwingh-Realschule über „Die Kunst der Grenzziehung“ sprechen. Eingeladen zum Vortragsabend sind alle Eltern, deren Kinder in den Kindergarten und zur Schule gehen, sowie pädagogische Mitarbeiter der schulischen und außerschulischen Bildung.

Mit Hilfe praktischer Beispiele aus dem Erziehungsalltag von Schule und Familie will Grüner an diesem Abend thematisieren, wie man Kindern und Jugendlichen Werte und Regeln vermittelt und wie man ihnen Grenzen setzt; wie Grenzen und Verhaltensregeln auch ohne Bestrafung erfolgreich durchgesetzt werden und was das für die eigene Rolle in der Erziehung bedeutet.

Die Veranstaltung wird finanziell unterstützt vom Kriminalpräventiven Rat der Stadt Lengerich.

» Weitere Informationen beim Jugendamt des Kreises Steinfurt ( ' 0 54 82(70 32 91).

 
02 · 03 · 10

 

http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/lengerich/1280629_Die_Kunst_der_Grenzziehung.html

 

 

Hier spielt die Musik

Lengerich - Die meisten Kinder haben viel Freude an Musik und wollen gerne selber ein Instrument spielen lernen. Vor den musikalischen Genuss brachte dieser kindliche Wunsch für die Eltern bislang erst einmal einen logistischen Aufwand mit sich: Wann muss welches Kind wohin gefahren und wieder abgeholt werden? Womit der elterliche Fahrdienst ein weiters Mal strapaziert wurde, schreibt die Grundschule Hohne in einem Bericht.


Diese Zeiten sind nun vorbei, heißt es in der Mitteilung weiter. Denn, weil Musik nicht nur Spaß, sondern auch schlau mache - viele Studien belegen das - habe sich die Grundschule Hohne gedacht: Das fällt in unser Ressort. So steht das gerade angefangene Schulhalbjahr für die Grundschüler ganz im Zeichen musikalischer Aktivitäten. In Zusammenarbeit von Schule und evangelischer Kirchengemeinde werden in zwei Chören (Marion Alich / Christoph Henzelmann) die Sangeskunst gepflegt und Lieder eingeübt.

Im Rahmen der Angebote der Musikschule Tecklenburger Land findet eine ganze Reihe von Instrumental-Kursen statt. Jeder, der möchte, erlernt neben grundlegenden Notenkenntnissen das Spielen auf einem Instrument: Gitarre, Melodika oder Trommel. Bestehen bleiben unverändert die Grundausbildung und die Flötengruppe. Darauf weist die Grundschule ausdrücklich hin.

Für die Eltern bleibe der Fahr- und Zeitaufwand am Nachmittag gering, da die Kurse fast alle im Anschluss an den Unterricht in den Räumen der Grundschule stattfinden. Dass es am Ende des Schuljahres ein kleines Konzert geben wird, soll noch nicht an die große Glocke gehängt werden.

Kein Geheimnis ist es, dass die Hohner Schüler begeisterte Konzertbesucher sind. Zum Auftakt des musikalischen Engagements fuhr die gesamte Schule nach Osnabrück zum Symphoniekonzert „Peter und der Wolf“. Dort erlebten die Kinder die eindrucksvolle musikalische Erzählung mit all ihren charakteristischen Klängen. Ganz nebenbei lernten sie einen Nachfahren des Komponisten Sergei Prokofjew kennen, der den Anfang der Geschichten in Russisch vortrug.

Ein bisschen schlauer sind die Mädchen und Jungen auch. Jetzt wissen alle Kinder wie es klingt, wenn ein Vogel fliegt oder Würmer pickt und ein Junge einen Wolf überlistet.

 

16 · 02 · 10

 

http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/lengerich/1272105_Hier_spielt_die_Musik.html


Märchenhaft Deutsch lernen

 
Lengerich - Renatas Familie kommt aus dem ehemaligen Jugoslawien, Harunjas aus Sri Lanka, Lales aus der Türkei, Julias aus Kasachstan und Daniels aus Polen. So unterschiedlich ihre Herkunft und ihre Geschichten auch sind, jetzt haben sie alle etwas gemeinsam: Als Schüler mit Migrationshintergrund der Grundschule Hohne absolvierten sie ein mehrwöchiges theaterpädagogisches Projekt, um besser Deutsch zu lernen.

Das Ergebnis ihrer Arbeit zeigten die 14 Mädchen und Jungen jetzt auf der Kulturbühne „Brahms 1“. Vor den Augen ihrer Mitschüler und einiger Eltern präsentierten sie das Theaterstück „Im Märchenland.“ 2400 Euro hat die Grundschule Hohne aus dem Fonds der „Stiftung für Bildung, Kunst & Kultur“ für die Sprachförderung von Migrationskindern bekommen. Ein Teil des Geldes verwendete die Schule jetzt für das Projekt unter der Leitung der Theaterpädagogin Andrea Hanheide. Stiftungsvorsitzender Walter Steinbeck ließ es sich nicht nehmen, den Mädchen und Jungen auf der Bühne zu applaudieren. Die Schule war vertreten durch die stellvertretende Schulleiterin Gisela Marstatt-Stienecker.

 Die Geschichte des Märchens haben sich die Teilnehmer des Workshops selbst ausgedacht: Eine Hexe stiehlt drei Zwergen aus ihrem sicher geglaubten Versteck am Zauberbaum Edelsteine. Drei Menschenkinder werden des Diebstahls verdächtigt und in den unsichtbaren Käfig eines Zauberers gesperrt. Schließlich gelingt es den „guten Akteuren“ unter Mithilfe dreier Feen die Übeltäterin zu enttarnen. Doch zum Schluss dürfen alle gemeinsam mitfeiern.

Zwölf mal trafen sich die jungen Talente immer am Mittwochnachmittag im „Brahms 1“. „Die Eltern haben ihre Kinder freiwillig gebracht, die Teilnahme war kostenlos“, berichtet Konrektorin Marstatt-Stienecker. Unter der Regie von Andrea Hanheide entwickelten die Kinder das Theaterstück. Dabei kam selbstverständlich auch der Spaß nicht zu kurz und für Hanheide steht fest, dass die Arbeit sowohl die Deutschkenntnisse verbessert als auch die Persönlichkeit der Darsteller gestärkt hat.

Laut Mitteilung der Grundschule Hohne wird das Projekt fortgesetzt. Im März soll eine zweite Gruppe mit der theaterpädagogischen Arbeit beginnen.

VON KARIN PUNGHORST, WESTERKAPPELN
 
11 · 02 · 10
 
 

http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/lengerich/1269424_Maerchenhaft_Deutsch_lernen.html


Schlitten ersetzt die Schulbank

 

Lengerich - Auf einem Feld bei Hohne wurde am Dienstagmorgen eine ungewöhnlich große Anzahl von „Schneehasen“ gesichtet. Experten zählten etwa 200 prächtige Exemplare von unterschiedlicher Größe, die das abschüssige Feld in typischer Weise schnell herunter und langsam wieder herauf flitzten, heißt es in einer Mitteilung. Bei näherem Hinsehen entpuppte sich die muntere Schar dann als Mädchen und Jungen von der Grundschule Hohne. Die Kinder haben mit ihren Lehrerinnen das tolle Winterwetter zu einem Rodelausflug genutzt, schreibt die Schule. Mit viel Spaß, wie an den Gesichtern abzulesen war.

 

14 · 01 · 10

 


http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/lengerich/1252028_Schlitten_ersetzt_die_Schulbank.html


 

Grundschüler fragen Redakteuren Löcher in den Bauch

 

Die Mädchen und Jungen der vierten Klasse von Lehrerin Gisela Marstatt-Stienecker hatten sich vorher viele Gedanken gemacht. Im Rahmen des „Klasse!“-Projekts der Westfälischen Nachrichten besuchten sie gestern die Lokalredaktion am Rathausplatz um zu sehen, wie denn Berichte und Fotos in die Tageszeitung kommen. Redakteur Detlef Dowidat beantwortete geduldig die vielen im Unterricht ausgearbeiteten Fragen und zeigte den Kindern, wie sich eine Zeitungsseite mit interessanten Neuigkeiten füllt.

 

Foto: Ruth Jacobus

 

10 · 12 · 09

http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/lengerich/1231925_Grundschueler_fragen_Redakteuren_Loecher_in_den_Bauch.html

 

 

 


 

 

„Es muss auch kleine Riesen geben“: Das Buch zum Buch

 

Die Bücher hat der Rotary-Club Tecklenburger Land den Zweitklässlern zur Verfügung gestellt. Die Grundschule Hohne hat für die Geschichte „Es muss auch kleine Riesen geben“ für die Mädchen und Jungen ein Arbeitsbuch erstellt. Mit verschiedenen Fragestellungen wird den Kindern geholfen, den Inhalt der Geschichte zu verstehen und sich mit daraus ergebenden Fragen auseinander zu setzen. Foto: Michael Baar

 

02 · 12 · 09

 

 

http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/lengerich/1227417_Es_muss_auch_kleine_Riesen_geben_Das_Buch_zum_Buch.html 


Annette Neubauer fesselt Kinder

 
Lengerich - Autorenlesung in der Schule? In Hohne ist das eine gern gepflegte Tradition. Gestern hat Annette Neubauer den Mädchen und Jungen vorgelesen, eine Rittergeschichte. Die 46-Jährige hat zahlreiche Kinderbücher geschrieben.

Es sei gar nicht so einfach, passende Autoren zu finden, berichtet Rektorin Magret Sudhoff. Die Lektüre müsse nicht nur die Kinder der Klassen 1 bis 4 gleichermaßen ansprechen. Jungs seien „thematisch schwierig“, sagt sie mit einem Lächeln.

Annette Neubauer meistert diese Klippe ohne Probleme. Der Förderverein der Schule und die Stiftung Friedrich-Bödecker-Kreis haben ihren Besuch ermöglicht. Die Autorenlesung gehöre als Höhepunkt zum Leseprojekt an der Schule, ergänzt die Rektorin.

 

 

VON MICHAEL BAAR

 

 

 

01 · 12 · 09

 

 http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/lengerich/1226823_Annette_Neubauer_fesselt_Kinder.html

 


 

Lese-Häppchen und Pizza-Stücke

 
Lengerich - Kinder mögen über Schule denken, was sie wollen. Aber an der Grundschule Hohne hat jetzt eine Veranstaltung stattgefunden, die allen Beteiligten Spaß gemacht hat. Dazu hat die Redaktion folgender Bericht erreicht: „Freitagabend, wir schreiben den 27. November 2009. Über das ganze Land hat sich Stille und Dunkelheit gelegt. Über das ganze Land? Nein! Im äußersten Nordosten des Kreises Steinfurt macht sich eine unerschrockene Gruppe von Kindern auf den Weg in die Nacht, gut ausgerüstet mit Decken und Taschenlampen.

Ziel ist die Grundschule Hohne. Wenig später finden sich die Abenteurer im warm erleuchteten Klassenzimmer ein, eingewickelt in ihre Decken und lauschen gespannt den Geschichten von fernen Ländern und gefährlichen Tigerhaien.

Was war geschehen? Die Ereignisse lassen sich bis zum Sommer 2009 zurückverfolgen: unter der Schirmherrschaft der Stadtbibliothek startete der Sommerleseclub und alle Lengericher Schüler waren aufgerufen, sich in der Ferienzeit mit spannendem Lesestoff zu versorgen. In Hohne wurde dazu ein Preis für die Schulklasse mit den meisten Leseratten ausgerufen: eine Lesenacht mit allem was dazu gehört.

Der Förderverein der Grundschule Hohne spendierte außerdem noch einen Bücherscheck für die Klassenbücherei. Die Beteiligung der Mädchen und Jungen war groß und mit Spannung wurde die Preisvergabe erwartet. Zum Gewinner ausgerufen wurde schließlich die Integrationsklasse 2b, die am Freitag zur versprochenen Lesenacht in ihre Schule kam.

Die wurde unter der engagierten Mithilfe von Eltern und Mitarbeiterinnen zu einem rundum unvergesslichen Erlebnis. Überall waren kleine Gruppen von Kindern zwischen dicken Kissen und warmen Decken zu finden, die mit glänzenden Augen den Geschichten lauschten, die von Lehrerinnen, Mitarbeiterinnen und Eltern vorgelesen wurden.

Weil auch Lesereisen hungrig machen, wurde derweil in der Küche für das leibliche Wohl gesorgt und aus neun Kilogramm Teig etliche Bleche leckerer Pizza gebacken, die später am Abend gemeinsam vertilgt wurden.

Als sich spät in der Nacht die Kinder müde und zufrieden auf den Heimweg machen, ist klar: Lesen ist wie Reisen in ferne Länder und ganz bestimmt nicht langweilig! In der Klassenbibliothek sind jedenfalls schon die ersten Reservierungswünsche eingegangen“, endet der Bericht.

 
30 · 11 · 09

 

http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/lengerich/1226126_Lese_Haeppchen_und_Pizza_Stuecke.html


Außergewöhnliche Initiative

 

  Schüler der Grundschule Hohne erwerben Sportabzeichen / Zusätzliches Training

 

"Ihr habt mit dem Erwerb des Sportabzeichens etwas bewerkstelligt, was ich noch nie geschafft habe." In den Worten von Magret Sudhoff schwingt eine Menge Anerkennung für das mit, was viele Schüler ihrer Grundschule Hohne, ein paar Ehemalige sowie einige Eltern in den vergangenen Wochen und Monaten geleistet haben. Mehrmals haben sie sich jenseits des Sportunterrichts mit Gisela Marstatt-Stienecker und Manuela Riedel-Konermann auf dem Sportplatz getroffen, um die Anforderungen in den Bereichen Laufen, Werfen, Springen und Schwimmen zu erfüllen.
Dass sich die Grundschule Hohne derart intensiv um die sportliche Förderung ihrer Schüler bemüht hat, geschieht in diesem Jahr das erste Mal. Aber nicht das letzte Mal, wie die Lehrerinnen meinen. So spreche nicht nur der Erfolg für sich, sondern auch das Engagement aller Beteiligten, die sich derbe ins Zeug zu legen hatten, um die sportlichen Leistungen zu erfüllen. "Gerade für die jüngeren Schüler aus Klasse zwei war das eine super schwere Herausforderung", betont Gisela Marstatt-Stienecker am Samstagvormittag ein ums andere Mal.
Ausschlaggebend für diese eher ungewöhnliche Schulinitiative jenseits des Unterrichts waren im Übrigen die Bundesjugendspiele, an denen die Dritt- und Viertklässler jedes Jahr teilnehmen und dabei bereits die ersten Anforderungen für den Erwerb des Sportabzeichens schafften. Als dann auch noch der TV Hohne "stets ein verlässlicher Partner der Grundschule“ zum Schülersportfest lud und weitere Werte zusammenkamen, war der weitere Schritt ein kurzer, wie die Sportlehrerin betont.
Nun halten die Schüler den Lohn in den Händen. Und als Dank für deren Mühen, haben sich Gisela Marstatt-Stienecker und Angelika Steinborn noch eine Überraschung für die sportbegeisterten Kinder parat: einen großen Spaß-Parcours an Seilen, Barren und an der Kletterwand.

 

 

05.11.09

 

VON MAREIKE LINDEMANN

 


 

 

 

Erfolgreicher Kraftakt

 
Lengerich - Für Anja Mundus, Bianca Aufderhaar sowie deren knapp 20-köpfiges Helferteam ist die Organisation und der Aufbau des Flohmarkts an der Grundschule Hohne stets mit einer Menge Arbeit verbunden. Arbeit, die sich lohnt, wie sie sagen. Denn während zahlreiche Eltern sowie einige außerschulische Anbieter - insgesamt etwa 40 an der Zahl - den Flohmarkt nutzen, um ausgediente Kleidung, Spielzeug und Bücher ihrer Kinder an den Mann zu bringen und die Käufer dabei in der Regel Schnäppchen machen, profitieren am Ende doch die Schüler. 20 Prozent des Verkaufserlöses gehen direkt an den Förderverein der Grundschule, der den Flohmarkt zwei Mal jährlich gemeinsam mit der Schulpflegschaft veranstaltet, und dieses Geld in die Anschaffung schulischer Dinge steckt.


Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Und ein Kraftakt für die Organisatoren, die zudem eine ganze Palette Kuchen im Angebot hatten. Doch freuten sich die engagierten Eltern: „Schön, wenn viel los ist und entsprechend viel ver- und gekauft wird. Es kommt schließlich den Kindern zu Gute.“

 

 VON MAREIKE LINDEMANN

 
03 · 11 · 09

 

http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/lengerich/1152168_Erfolgreicher_Kraftakt.html

 


 

 

Leuchtende Augen

 

Lengerich - „Das gibt leuchtende Augen“. Da ist sich Gudrun Heemann ganz sicher. Die Rektorin der Grundschule Stadtfeldmark strahlt ebenso wie ihre Kolleginnen sowie die Vertreter der Förderkreise der Grundschulen Stadt, Intrup und Hohne. Soeben hatte Achim Glörfeld, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse, den Grund der Einladung an diesen Personenkreis erläutert: Jede Grundschule bekommt eine Spende in Höhe von 2500 Euro, bestimmt für Fördermaßnahmen des offenen Ganztagsbetriebes. Macht zusammen 10 000 Euro. „Gut investiertes Geld, denn die Zukunft gehört unseren Kindern“, bemerkt Glörfeld.

 „Wir sind schon ziemlich überrascht und freuen uns natürlich riesig“, gesteht Silke Kauschke, Vorsitzende des Förderkreises in Intrup. Achim Glörfeld möchte natürlich wissen, wofür das Geld Verwendung finden wird. „Es gibt sicherlich eine Menge Wünsche. Was wir mit dieser tollen Summe machen werden, wird mit der offenen Ganztagsschule abgesprochen. Wir müssen die Überraschung erst einmal verdauen“, strahlt auch Heidi Höcker vom Freundeskreis in Hohne. „Ich könnte mir vorstellen, dass in den Englisch-Förderunterricht investiert wird. Aber ich will niemandem vorgreifen“, gibt sich Henner Diersmann, Freundeskreis Grundschule Stadt, vorsichtig. „Material für Natur und Technik, das im Ganztagsbetrieb genutzt wird, lässt sich von dem Geld anschaffen“, äußert Klaus Kockwelp vom Förderkreis der Grundschule Stadtfeldmark bereits konkretere Wünsche.

10 000 Euro machen glückliche Gesichter, das ist deutlich zu spüren. In der Gesprächsrunde wird klar: Die Offene Ganztagsgrundschule ist eine sehr gute Einrichtung. „Der Bedarf wird immer mehr“, berichtet Stefanie Thiele, die neue Rektorin der Grundschule Stadt, die sogar eine Gruppe zusammen mit der Astrid-Lindgren-Schule betreibt. An allen Grundschule gibt es schon Wartelisten. Bürgermeister Friedrich Prigge freut sich mit den Vertretern der einzelnen Schulen. „Die Ganztagseinrichtung ist der richtige Weg“, erklärt er. Und wagt sogar einen optimistischen Ausblick: „Nach der Landtagswahl wird sich was tun, egal wer gewinnt. Die Ganztagsschule ist überfällig und wird schon bald kommen.“

Die Spenden entstammen den Zweckerträgen der Sparlotterie der Sparkassen in Westfalen-Lippe. Getreu ihrem Leitmotiv „An sich und andere denken“ verbindet die Sparlotterie für Kunden den Spargedanken mit Gewinnchancen auf attraktive Geld- und Sachpreise. Gewinner sind auf alle Fälle die Bildungseinrichtungen, Vereine und Institutionen in Lengerich, die zur Unterstützung schulischer, sozialer und gemeinnütziger Projekte Zuwendungen aus den Lotterieerträgen erhalten. „Der Fördergedanke „Aus der Region - für die Region“ ist“, so Achim Glörfeld, „ganz im Sinne des Geschäftsmodells der Sparkassen, das auf den lokalen Markt und auf die Übernahme gesellschaftspolitischer Verantwortung vor Ort ausgerichtet ist.“

Die Stadtsparkasse Lengerich weist darauf hin, dass in den zurückliegenden Jahren vielfältige Aktivitäten der Lengericher Schulen, Vereine und Institutionen gefördert worden sind. Wer an der Sparlotterie teilnimmt, kann somit sicher sein, dass die Erträge der Lotterie in Nutzen stiftende Projekte aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen wie Bildung, Sport, Kunst und Kultur fließen.

 

VON DETLEF DOWIDAT, LENGERICH

 

08 · 10 · 09

 

http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/lengerich/1138146_Leuchtende_Augen.html

 

 

 

Zum Wohlsein!

 
 
Lengerich - „Trinkwasser marsch“ heißt es jetzt in der Grundschule Hohne. Der Wasserversorgungsverband Tecklenburger Land (WTL), der Verein Wasser für Schüler (WfS) und die Schulleitung haben den Trinkwasserautomaten eingeweiht - und ausprobiert.

„Ein gesundes Leben fängt bereits beim richtigen Trinkverhalten an und ist enorm wichtig für Konzentrationsfähigkeit und Wohlbefinden“, sagt Johann Knipper, Geschäftsführer des WTL. Gemeinsam mit dem WfS habe der Verband eine Alternative zu kalorien- und zuckerreichen Softgetränken geschaffen, heißt es in einer Mitteilung.

 Der Verband hat bereits im vergangenen Jahr fünf Schulen in seinem Versorgungsgebiet (Tecklenburger Land) mit den Trinx-Automaten versorgt. In diesem Jahr sind weitere fünf Schulen hinzugekommen. Der Verein WfS liefert die entsprechenden Informationsmaterialien für die Schulen und unterstützt diese bei der Einführung der Wasserspender. Kinder würden häufig zu wenig trinken und oft das Falsche, schreibt der Verein. Dabei sei eine Änderung des Trinkverhaltens im Alltag sehr einfach umzusetzen, erklärt Reinhold Hemker, der dem Vorstand des WfS angehört.

Die Funktionsweise der Trinx-Quelle ist denkbar einfach. Der Automat wird an die Trinkwasserleitung angeschlossen. Auf Knopfdruck fließt das frische Wasser in die zur Ausstattung gehörenden Kunststoffflaschen. Die Mädchen und Jungen - und auch die Lehrerinnen - haben dabei die Wahl zwischen mit Kohlensäure versetztem Wasser, mit wenig Kohlensäure angereichertem Wasser oder so genanntem stillen Wasser.

 
22 · 09 · 09

URL: http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/lengerich/1127306_Zum_Wohlsein.html

 


 

Schüler trotzen Regenwetter

 
Lengerich - Petrus erwischte am Samstag wohl nicht seinen besten Tag. Tiefschwarze Wolken hingen über dem Hohner Stadion, dazu Wind und mehrfach Regenschauer. Die gut 155 Mädchen und Jungen, die beim 24. Schülersportfest des TV Hohne antraten, mussten da schon wahren Sportsgeist beweisen. Doch die Nachwuchsathleten trotzten tapfer der Witterung und stellten sich trotz fünf Unterbrechungen immer wieder hochmotiviert den Wettkämpfen.


Die Schüler traten in zehn Altersklassen an. Das Besondere: In Hohne hatten auch die jüngeren eine Chance auf vordere Plätze. Denn neben den offiziellen Altersklassen des Deutschen Leichtathletikverbandes maßen die sechs- und siebenjährigen Mädchen und Jungen ihr Können unter sich. „Die kommen bei jeder Meisterschaft zu kurz. Ein Sechsjähriger hat gegen einen Achtjährigen aber keine Chance“, erläuterte Michael Brix de

Erstmals teil nahm die Grundschule Hohne mit über 30 Schülerinnen und Schülern, die gleich für einen knapp 15 prozentigen Anstieg der Teilnehmerzahl sorgten. Eine für beide Seiten profitable Angelegenheit: Die Leistungen können zum einen für das offizielle Sportabzeichen anerkannt werden. Außerdem warb die Leichtathletikabteilung des TV Hohne mit dem Schülersportfest für sich.

Und es machte eine Menge Spaß. Die kleinen Sportler standen aufgeregt in einer Reihe, beobachteten mit großen Augen das Geschehen ringsherum, um in der nächsten Minute mit dem Ball in der Hand loszurennen. Die Sechs- bis Neunjährigen konnten in den Disziplinen Weitsprung, Ballwurf, Sprint über 50 und 1000 Meter antreten. Für die älteren kamen Hochsprung und Kugelstoßen hinzu, sowie Sprints über 75, 100 und 800 Meter.

Ein wachsames Auge auf die ganze Veranstaltung hatte Wilhelm Pötter. Er kontrollierte als amtliche Aufsicht des Westfälischen Leichtathletikverbandes die Kampfrichter und bescheinigte ihnen eine ordentliche Leistung. „Alles ist gut vorbereitet und läuft zügig ab. Wie immer hier in Hohne. Auf die wetterbedingten Unterbrechungen haben die Veranstalter ja keinen Einfluss.“ Insgesamt waren 40 freiwillige Helfer im Einsatz.

Eine Lengericherin wusste übrigens schon morgens, dass es ihr Tag wird. „Ich hatte schon beim Aufstehen ein ganz gutes Gefühl“, erzählte Flora Helene Koser. Die Elfjährige vom TV Lengerich trat über 50 Meter Sprint und im Weitsprung an. Vor einer Woche sprang sie in Dortmund mit 4,16 Metern persönliche Bestweite. Oma Doris drückte da am Rand die Daumen. Am Samstag feuerte sie ihre Enkelin in Lengerich erneut an. Die Unterstützung verlieh Flora wohl Flügel: Mit 4,32 Meter sprang sie 16 Zentimeter weiter als noch vor sieben Tagen und belegte Platz eins in ihrer Klasse. „Das ist einfach klasse!“

Ebenfalls persönliche Bestleistung schaffte Janina Brüseke vom TV Hohne beim Hochsprung. Bis jetzt stand ihre Marke bei 1,25 Meter. Am Samstag schaffte sie fünf Zentimeter mehr. „Das ist schon toll. Aber ich bin auch größer geworden“, gibt sie sich bescheiden nach ihrem dritten Platz. Beim Kugelstoßen stand Janina auf dem ersten Platz. „Und das, obwohl meine Eltern nicht da waren und das Wetter nicht vorteilhaft war.“

Geschlagen geben musste sich Janina im Hochsprung Lena Neumann vom TV Lengerich, die 1,45 Meter übersprang - Platz eins. „Und das, obwohl ich diese Saison kaum Wettkämpfe hatte“, erzählt die Starterin der Altersklasse W14 zufrieden. Sie hatte sich eigentlich auf ihr zweites Hobby Reiten konzentriert.

Persönliche Erfolgserlebnisse gab es beim 24. Schülersportfest zuhauf. Es war ein spannender Tag, der den Jungen und Mädchen sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird. Auch die Organisatoren waren vollauf zufrieden. Trotz des Wetters passte alles zusammen. „Das war eine vollauf gelungene Sache“, freute sich Michael Brix und versprach: „Im nächsten Jahr gibt es ein neues Schülersportfest.“ Zum Ende hin hatte übrigens auch Petrus ein Einsehen: Zwar verschob sich alles um eine Stunde nach hinten. Aber es regnete nur gerade so viel, dass alle Wettkämpfe beendet werden konnten.

 
01 · 09 · 09
 
 

VON SONJA MÖLLER

URL: http://www.westfaelische-nachrichten.de/lok

"Heute Freunde geworden"

 

Lengerich - „Heute sind wir Freunde geworden“, sagt der „fast neunjährige“ Görkan Alcibuga und sein neuer Kumpel Fatlum nickt. Die beiden kickten gestern beim Integrationsprojekt des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen (FLVW) zusammen in einem Team. Schnell kam eins zum anderen. „Er hat gesagt, dass ich gut spiele und ich ihm auch. Danach hat er mich gefragt, ob ich einen Kuchen haben will“, erzählt der 12-jährige Fatlum Malisheva.


Freundschaften wie diese wurden gestern reihenweise geschlossen. Mehr Erfolg kann ein sportliches Projekt kaum haben. Das besondere gestern: Jungen und Mädchen, Kinder mit Migrationshintergrund und Deutsche, Schüler mit und ohne Behinderungen überschritten spielerisch Grenzen, die es eigentlich gar nicht geben sollte.

„Wir haben diese Projekt schon mehrfach durchgeführt“, sagt Heinz Homölle vom FLVW und gleichzeitig Leiter des Projekts.

Dabei ist es Kindern oft gar nicht so schwer die grundsätzlichen Werte der Veranstaltung näher zu bringen. „Zu Beginn habe ich gefragt, was denn zum Fußball gehört. Ein Ball sagte einer“, Homölle schmunzelt über die Wahrheit aus dem Kindermund. „Kameradschaft war die nächste Antwort“, sagt Homölle. Und daran hielten sich die 150 Grundschüler gestern auch. Sechs Grundschulen, darunter auch die Schule in der Widum für körperlich und geistig Behinderte, nahmen am Fußballturnier im Stadion an der Münsterstraße teil.

Eine der Teilnehmerinnen war Melanie Leoncius. Ihre Eltern stammen aus Sri Lanka. Die Neunjährige von der Grundschule Intrup spielt sogar ab und an schon richtig im Vereinstraining Fußball. „Anmelden muss ich mich noch“, gibt sie zu und lächelt. Gestern gehörte sie „Team Borowski“ an. Jede Mannschaft trug den Namen eines mehr oder minder aktuellen Nationalspielers in sich. Und ob ihr das Spaß gemacht habe, strahlt Melanie. Auch neben dem Fußball hat der FLVW an die Schüler gedacht. Ein Messgerät für die Schussstärke ist aufgebaut, dazu ein „Bungee-Run“, bei dem die Kinder möglichst weit gegen den Widerstand eines Gummi-Seils laufen müssen.

Schiedsrichter gibt es nicht. „Die Kinder können schon ganz gut selbst beurteilen, wann sie gefoult haben oder wurden“, sagt Homölle. Ein Schelm, der da den Vergleich zu manchen Erwachsenen ziehen möchte. Allein gelassen werden die Kinder dennoch nicht. Schüler des Hannah-Ahrendt-Gymnasiums Lengerich kümmern sich um alle Belange. „Kein Problem, die hören alle sehr gut auf uns“, sagt die 16-jährige Janine Hölscher vom HAG. Auch Ellen Kneifel, ebenfalls 16 Jahre, aus der Jahrgangsstufe elf kann das bestätigen und freut sich zudem, dass „die Intergration so gut funktioniert.“

Derweil sitzt Sina Leopold allein an einem der drei Spielfelder. Auch sie ist neun Jahre alt. Allein? Nein! Sina wartet nur auf ihre Einwechslung. Sie hat Fußball-Erfahrung vom Schulhof. Ihr Team spielt gut. Bislang nur Unentschieden oder Siege. „Wir haben zwar noch nicht verloren, aber ich hätte mich über das Verlieren auch nicht geärgert“, sagt Sina. Da erschallt auch schon der Ruf, Sina wird eingewechselt, es steht 0:1. Minuten später hat ihre Mannschaft tatsächlich verloren. Sina hält Wort. Von Ärger keine Spur als sie das Spielfeld verlässt. Kurz darauf folgt die Siegerehrung und die Auflösung des Quiz. „Wer ist der Manager von Bayern München?“ oder „Wer ist der Landrat des Kreises Steinfurt?“ lauten die Fragen unter anderem. Was die Teilnehmer wohl eher gewusst haben...?

 

 

 

 

28 · 08 · 09

 

 

URL: http://www.westfaelischenachrichten.de/lokalsport/kreis_steinfurt/lengerich/1113578_Heute_Freunde_geworden.html



 

 

Aufregender Tag

 
Lengerich - Drei auf einen Streich. Das gibt es auch nicht alle Tage. Gestern war der Tag der i-Männchen. Für alle natürlich ein ganz besonderes Ereignis, vor allem aber für Sara, Lukas und Felix. Die Drillinge der Familie Welp saßen erstmals gemeinsam auf der Schulbank. In der Grundschule Hohne. Sie gehören zur Klasse 1a von Mechthild Fellhölter.


„Die drei haben sich prächtig gemacht“, freute sich gestern Opa Fritz. Der Gesangvereins-Vorsitzende aus Antrup war natürlich mit dabei, als die drei Enkel eingeschult wurden. Mit einer Zirkusvorstellung sind Sara, Lukas und Felix zusammen mit den anderen i-Männchen in der Grundschule Hohne empfangen worden. Die älteren Schülerinnen und Schüler hatten ein tolles Programm einstudiert. Das nahm allen Neulingen etwas die Nervosität. Auch den Drillingen.

 

46 Mädchen und Jungen sind in Hohne gestern in zwei Klassen eingeschult worden. Das sind drei weniger als im vergangenen Jahr. Überhaupt ist die Zahl in Lengerich leicht rückläufig. 230 Kinder waren es gestern, die erstmals am Schulunterricht teilnahmen. 2008 waren es noch 239. Zugelegt hat lediglich die Grundschule Stadtfeldmark. Dort wurden 52 neue Pennäler in zwei Klassen gezählt. Im vergangenen Jahr waren es nur 48. Die Grundschule Stadt hat 62 neue Schüler in drei Klassen gegenüber 68 im Vorjahr. Und in Intrup wurden 70 Mädchen und Jungen in drei Klassen eingeschult. 2008 waren es 74.

 

Alle vier Schulen hatten ein großes Programm vorbereitet für den ersten Schultag. Viele Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten ließen es sich nicht nehmen, die i-Männchen zu begleiten. Nach den ersten Unterrichtsstunden, in denen sehr viel Organisatorisches besprochen wurde, wollten die neuen Schüler nur eins: Die Schultüten plündern, in denen offensichtlich viele Überraschungen steckten.

VON DETLEF DOWIDAT, LENGERICH  

 
18 · 08 · 09

http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/lengerich/1108529_Aufregender_Tag.html

 

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